Boris & Uwe

Westdeutsche Kulturnachrichten zum Konzert am 26.11.2011, Wuppertal, Auferstehungskirche.

Von P. Lomtert

Publikum war begeistert


Das vom Wuppertaler Bassisten Uwe Schoch organisierte und durchgeführte Gala-Konzert war wiederum ein Höhepunkt im Wuppertaler Kulturleben. 

Im ersten Teil erlebten die Zuhörer in der vollbesetzten Auferstehungskirche Klassik vom Feinsten. Der Spannungsbogen erstreckte sich von Mozart, Verdi, Rossini bis von Flotow. Die sehr gut aufgelegten Balalaika-Ensembles "Newa" aus St.Petersburg und "Zarewitsch" begleiteten die Solisten hervorragend und riefen große Bewunderung hervor. Klangschön die von Uwe Schoch gesungene Arie des Osmin : Wer ein Liebchen hat gefunden, aus der Mozart Oper "Die Entführung aus dem Serail". In allen Lagen stimmlich durchgebildet, emotional überzeugend, dabei kräftig sich durchsetzend. Die Sopranistin Elena Kononova glänzte mit großer Stimmkultur. Ihre Arie : Pace mio Dio, aus La forza del destino (Verdi) meisterte sie mit guter Artikulation und der Fähigkeit, unterschiedliche Stimmungen auszudrücken. Mit senorer Bass-Bariton-Stimme sang Vladimir Miakotine aus Verdi`s "Macbeth" die Arie des Banco : Studia il passo, mit sicherer Intonation, opernhafter Dramatik und befreiter Ehrlichkeit.

Der aus Kaliningrad/Königsberg kommende Bariton Nikolai Gorlov wußte mit seiner Arie aus der Oper : Carmen, Votre toast zu gefallen. Kraftvoll und stimmgewaltig , der sämtliche Facetten einer Baritonstimme ausloten kann. Sehr überzeugend auch der Auftritt des Bajan-Solisten Igor Pertsev. Ein Akrobat auf seinem Instrument. Seine gespielte Ouvertüre "Die diebische Elster" (Rossini) wurde vom Publikum lautstark gefeiert. Ein weiterer Höhepunkt war der Tenor Kairschan Scholdybajew. Die Arie des Lyonel aus der Oper : Martha (von Flotow) bestach durch saubere Intonation, flexible Stimmbehandlung, eine unaffektierte und überaus bewegende Interpretation des Textes. Ein Genuß !

Im zweiten Teil des Konzertes präsentierten alle Mitwirkenden russische Folklore. Hier erklangen Loblieder auf die schöne östliche Heimat, sehnsüchtige Liebeslieder und melancholische Weisen berührten die Herzen der Zuhörer. Auch die Einlagen des Tanz-Ensembles "Kalinka" wußten zu gefallen. Zum Schluß des Konzertes sangen alle Solisten das Weihnachtslied : Leise rieselt der Schnee und Mnogaja Leta.

Einhellige Meinung der Zuhörer : Ein wunderbares Konzert !   

 

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